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Nerd-Lexikon für Nicht-Nerds: Begriffe aus diversen Fachgebieten, für Nichtfachmänner verständlich erläutert. Über das Lexikon: Über das Lexikon.
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TRANSPORTVERSCHLüSSELUNG
(Kategorie: Computer)

T. ist eine Form der Verschlüsselung, und zwar diejenige, die dafür sorgt, dass niemand die Nachricht lesen kann, solange sie unterwegs vom Sender zum Empfänger ist. Das passende Gegenstück ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Nehmen wir als Beispiel die Post. Schreiben Sie eine Postkarte, dann kann jeder, der sie in die Hand bekommt, auch lesen - also beispielsweise der Postbote.

Wollen Sie das verhindern, dann werden Sie wohl als erste Maßnahme die Karte in einen Briefumschlag stecken. Und schon ist der Postbote außen vor - er müsste schon erhebliche Anstrengungen unternehmen, um Ihre Karte jetzt noch lesen zu können! Der Briefumschlag schützt also die Nachricht, solange sie unterwegs ist - und ist insofern ein sehr gutes Beispiel für Transportverschlüsselung.

Wichtig aber ist: Sobald Sie daheim den Brief geöffnet und gelesen haben, kann auch ein neugieriges Kind oder die eifersüchtige Gattin die Karte lesen, wenn Sie sie nicht entsorgt haben! Wollen Sie also den Inhalt der Nachricht auch vor den Blicken Ihrer Liebsten verbergen, dann nützt alles nichts - Sie müssen sie in einer Geheimschrift verfassen, Zahlencodes verwenden oder auf irgendeine andere Weise verschlüsseln. Der Umschlag hilft nicht mehr. Also: In diesem Fall müssen Sie die Kommunikation von einem zum anderen Ende der Kommunikationskette verschlüsseln - Sie müssen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anwenden.

Im Computerzeitalter geht es nun nicht unbedingt um Postkarten. Senden Sie aber z.B. eine Mail von Ihrem Mailprogramm an Ihren Provider (oder empfangen eine), dann ist es schon ein Unterschied, ob diese verschlüsselt übertragen wird oder eben nicht - denn unverschlüsselt haben solche Mails durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit Postkarten. Die gängigste Variante, verschlüsselt mit seinem Mailprovider zu kommunizieren, heißt TLS (früher SSL); das sollte also in Ihrem Mailprogramm unbedingt angeschaltet sein.

Liegt die Mail dann aber erstmal bei Ihrem Provider auf dem Server, dann kann der natürlich durchaus darauf zugreifen und sie lesen (oder ein erfolgreicher Angreifer Ihres Providers!). Daher ist es immer gut, die Mail zusätzlich noch mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu versehen; die beste Variante ist hier nach wie vor PGP.

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