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Nerd-Lexikon für Nicht-Nerds: Begriffe aus diversen Fachgebieten, für Nichtfachmänner verständlich erläutert. Über das Lexikon: Über das Lexikon.
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HTTP, HTTPS
(Kategorie: Computer, Internet)

Sicher haben Sie das schonmal gesehen und sich gefragt, was es bedeutet - in der Adresszeile Ihres Browsers steht http://www.sebkrause.de; was um alles in der Welt ist dieses HTTP und diese seltsamen zwei Schrägstriche? Ganz einfach.

HTTP steht für Hyper text transfer protocol - wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Protokoll, also um eine Sprache, in der sich Computer miteinander unterhalten. HTTPS ist eine "Erweiterung" von HTTP; das zusätzliche S steht für secure. HTTPS ist also sicherer als HTTP.

Wenn sich Ihr Computer irgendwoher den Inhalt einer Webseite holt, dann benutzt er HTTP. So gut wie immer. Dieses Protokoll ist eines der meistgenutzten im Internet... Es handelt sich also um das Vehikel, das den Hypertext zu Ihnen transportiert, also diesen meist per HTML formatierten Web-Inhalt, den Sie sich so im Browser anzeigen lassen. - Und wie funktioniert das?

Ihr Browser sendet zum Beispiel eine HTTP-Anfrage, die lautet

GET /index.php HTTP/1.1
Host: lexikon.sebkrause.de
Daraufhin liefert der Server, auf dem das Lexikon liegt, eine HTTP-Antwort:
HTTP/1.1 200 OK
Server: Apache/1.3.29 (Unix) PHP/4.3.4
...
Content-Type: text/html

<!DOCTYPE HTML>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="css/layout.css">
...
Wir sehen an der Antwort: Es wird offenbar HTTP benutzt; das "200 OK" bedeutet, dass alles in Ordnung ist (dort stünde z.B. 404, wenn die Seite nicht existierte); es werden verschiedene technische Details zum folgenden Dokument übermittelt; und nach dem Content-type folgt dann das eigentliche Dokument, an <!DOCTYPE HTML> gut erkennbar; denn damit beginnt das Lexikon. (Schauen Sie nach: Klicken Sie mal mit rechts in die Seite und wählen Sie "Seitenquelltext anzeigen". Was steht da als allererstes? Eben.)

HTTP benutzen Sie also zum Surfen; man kann damit Webseiten übertragen. Wenn Sie nun, sagen wir, zu Ihrer Bank surfen möchten, dann möchten Sie ja nicht, dass jeder mitliest; daher soll das ganze verschlüsselt ablaufen. In diesem Fall benutzen Sie HTTPS, erkennbar an dem kleinen Schloss in Ihrem Browser (und natürlich an der Zeile https://meinebank.de). Der Unterschied ist, dass im Rahmen der oben technischen Details noch ein paar dazukommen; Server und Ihr Rechner tauschen nämlich Schlüssel aus, und dann wird der Inhalt der Seite (also von <!DOCTYPE HTML> an) verschlüsselt übertragen. (Als Verschlüsselungsmethode wird normalerweise TLS benutzt.) - Es ist kein Fehler, auch bei anderen Seiten auszuprobieren, ob sie auch per HTTPS erreichbar sind (einfach mal das S in der Adresszeile hinzufügen!). Dieses Lexikon z.B. freut sich über HTTPS-Besuche!

Bleibt noch die Sache mit :// - was hat es damit auf sich? Nun, diese Zeichenfolge sagt Ihrem Browser,

Wer sich diese Zeichenfolge allerdings ausgedacht hat, weiß der Verfasser des Lexikons auch nicht; man muss sie eben so hinnehmen wie Verkehrsregeln...

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