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Nerd-Lexikon für Nicht-Nerds: Begriffe aus diversen Fachgebieten, für Nichtfachmänner verständlich erläutert. Über das Lexikon: Über das Lexikon.
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IMAGE
(Kategorie: Computer)

Natürlich kommt image aus dem Englischen und heißt Bild/Abbild. Neben dieser Foto/Gemälde-Bedeutung gibt es aber noch eine weitere Bedeutung dieses Begriffes: das Datenträger-Image.

Dies ist eine Datei, die Bit für Bit das enthält, was auf einen Datenträger (z.B. einer CD, einem USB-Stick oder gar einer ganzen Festplatte) geschrieben war. Und zwar nicht in der Weise, dass alle Dateien wie z.B. in eine ZIP-Datei gepackt werden, sondern: Es wird wirklich jedes Bit kopiert. Auch und vor allem jede Stelle, die z.B. auf dem originalen Datenträger gar nicht belegt war! Es handelt sich also wirklich um ein 1:1-Abbild.

Wollten Sie das in die reale Welt übersetzen, dann stellen Sie sich ein Bücherregal (Datenträger) mit einigen Büchern (Dateien) drin vor. Wollen Sie nun eine Kopie anfertigen, so müssten Sie natürlich zunächst alle Bücher ein zweites Mal besorgen; diese Zweitexemplare würde man normalerweise in eine Kiste packen - und das war's. Dies entspricht dem Erstellen eines Zip-Archives (ohne Kompression; haben Sie sowieso ein Buch schon dreimal, kaufen daher nur ein viertes für die Kiste und kleben einen Zettel "3x" hinein: Dann wäre das quasi mit Kompression).

Um ein Datenträger-Image anzufertigen, müssten Sie ersteinmal das Regal klonen, und zwar in allen Einzelheiten. Dann kaufen Sie alle Bücher nach (auch das dreifach vorhandene, und zwar wirklich dreimal!) und stellen sie in derselben Reihenfolge und mit demselben Platz dazwischen in das geklonte Regal. Dann haben Sie ein exaktes Datenträgerabbild.

Wozu braucht man das? So etwas kann sich eignen, um beispielsweise ein Backup zu erstellen: Sie installieren einmal Ihr Betriebssystem und alle Programme, die Sie benötigen, richten Ihr Mail-Konto und den Desktophintergrund ein usw. - und dann, bevor Sie anfangen zu arbeiten, "ziehen Sie ein Image" (wie man sagt) von Ihrem Datenträger, auf dem z.B. Ihr Windows liegt. - Müssen Sie nun aus irgendwelchen Gründen Ihr Betriebssystem neuinstallieren, können Sie einfach dieses Image auf die Platte zurückspielen, und bestenfalls ist alles genau so wie damals, als Sie das Image erstellten. Das kann Zeit sparen!

Oder Sie laden sich aus dem Internet eine Live-CD eines Antivirenherstellers oder von Linux herunter - hierbei handelt es sich ebenfalls um Images, diesmal von CDs, die Sie Bit für Bit auf einen CD-Rohling schreiben können.

Ich habe ein Image gebrannt, aber es geht nicht! Das könnte daran liegen, dass Sie es falsch gemacht haben: Man darf ein Image nicht wie eine normale Daten-CD brennen (denn dies entspricht in etwa dem obigen Bücherregal und der Variante mit der Kiste). Vielmehr gibt es bei so ziemlich jedem Brennprogramm die Option "Image brennen..." oder ähnlich - hier wählt man dann das Image aus, und dann sollte es funktionieren...

Images gibt es unter anderem in den Formaten .iso, .img, .nrg, .bin... Und unter Linux ist es besonders einfach, ein Image zu erstellen: Mit dem Terminalbefehl dd.

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