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BIOS
(Kategorie: Computer)

Das B. ist ein kleines und extrem wichtiges Computerprogramm. Der Name steht für Basic Input/Output System; als normaler Nutzer eines Rechners haben Sie vermutlich so gut wie nie damit zu tun.

Das B. ist nicht auf der Festplatte gespeichert, sondern auf einem kleinen Chip auf dem Mainboard des Rechners. Wird der Rechner gestartet, wird zunächst geprüft, ob überhaupt Arbeitsspeicher vorhanden ist (falls nicht, piept der Rechner eventuell, ansonsten tut er gar nichts). Falls ja, wird als allererstes das B. geladen.

Nachdem es geladen ist, stellt es fest, welche Hardware an den Rechner angeschlossen ist, und zwar insbesondere welche Festplatten und Laufwerke. Außerdem kümmert es sich darum, dass die Tastatur benutzt werden kann (im Allgemeinen noch keine Maus! Die kommt erst später, wenn das Betriebssystem geladen wird, ins Spiel...) - man sieht: es geht hier wirklich um die grundlegenden Konfigurationen des Rechners.

Und es kümmert sich um die sogenannte Bootreihenfolge: Sollten Sie z.B. zwei Festplatten haben, und auf einer befindet sich Windows, auf der anderen aber Linux, sollten Sie außerdem noch eine CD im Laufwerk haben mit z.B. einer Rettungs-CD (die den Rechner von Viren befreien soll) oder möchten Sie per CD oder USB-Stick ein neues Betriebssystem installieren, dann muss der Rechner wissen, in welcher Reihenfolge er auf diesen einzelnen Datenträgern nachschauen soll, ob sich dort ein Betriebssystem befindet. Man kann z.B. erst an den USB-Ports nachschauen lassen, dann auf den CD-Laufwerken und als letztes auf den Festplatten (auf denen sich im Allgemeinen ja das Betriebssystem des Rechners befindet).

Nachdem ein Datenträger mit einem Betriebssystem gefunden ist, lädt das BIOS dessen Startsequenz und übergibt die Ausführung an das Betriebssystem, das dann anfangen wird, sich in den Arbeitsspeicher zu laden. Zu diesem Zeitpunkt also startet dann erst Ihr Windows (oder Linux).

Außerdem kann man im B. meist noch andere grundlegende Funktionen des Rechners konfigurieren, beispielsweise bestimmte Anschlüsse (de-)aktivieren oder ein BIOS-Passwort setzen: Dieses muss dann entweder eingegeben werden, wenn man das BIOS betreten und konfigurieren möchte - oder sogar, wenn man den Rechner startet, aber noch bevor irgendetwas von der Festplatte geladen wurde.

Normalerweise aber gilt: Das BIOS wird nicht verändert, es sei denn, man weiß, was man tut - und es ist notwendig...

Optisch erkennen kann man das B. direkt nach Druck auf die Powertaste des Rechners: Dort werden dann Dinge angezeigt wie das Hochzählen des Arbeitsspeichers oder Meldungen wie "Soundsoviele Festplatten an Anschluss XY gefunden" - die kryptischen Meldungen ganz zu Beginn eben.

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